Kloster Bezeichnung und Aufbau
Was bedeutet Kloster?
Die Benennung Kloster stammt vom Lateinischen: claustrum, was verschlossener Ort bedeutet (vgl. auch: Klausur). Später wurde mit claustrum insbesondere der für die abendländische Klosterarchitektur typische Kreuzgang eines Klosters bezeichnet. Im Englischen (cloister), Französischen (cloître), Italienischen (chiostro), Spanischen (claustro), Polnischen (klasztor) und in anderen Sprachen lebt die lateinische Wurzel bis heute in dieser spezifischen Bedeutung fort. Im Deutschen, Niederländischen (klooster), Ungarischen (kolostor), Estnischen (klooster), Tschechischen (kláter) und in den skandinavischen Sprachen (kloster) wurde die Benennung dagegen generalisiert und bezeichnet das Klosterbauwerk als Ganzes bzw. das Kloster als Einrichtung an sich.
Aufbau
Der idealtypische bauliche Grundriss eines frühmittelalterlichen Klosters lässt sich am Klosterplan St. Gallen ablesen. Die Klosterkirche bildet in der Regel den räumlichen und geistlichen Mittelpunkt einer Klosteranlage. Der Klosterhof ist die meist quadratische und von einem Kreuzgang umgebene Zentralfläche eines Klosters, um die sich Klosterkirche, Refektorium (Speisesaal), Dormitorium (Schlafräume) und Klosterkapitel (Versammlungsraum) gruppieren. Daneben gehören häufig eine Reihe von Neben- und Wirtschaftsgebäuden zur Klosteranlage.
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