Essen mit den Jahreszeiten
Trocknen, Räuchern und Einsalzen waren als Konservierungsmethoden im Mittelalter bekannt. Getrocknet wurden vornehmlich Obst auch Birnen, Äpfel und Kirschen und Gemüse. Getrocknet oder im Ofen gedörrt, wurden sie für lange Zeiten haltbar gemacht, in der Küche gerne in Wein eingelegt verwendet.
Geräuchert wurden Fisch, Fleisch und Wurst eingesalzen dagegen bevorzugt Seefische, die zu Fastenzeiten ins Inland befördert wurden. Aber auch manche Gemüsesorten wurden eingesalzen so zum Beispiel dicke Bohnen und Erbsen,
Kohl hingegen wurde eingesäuert (in Salzlake gelegt).
Unser heutiges Kompott findet hier seine Ursprünge. Früchte wurden mit Ingwer und Galgant gewürzt, eingekocht und als «cumpost» bezeichnet. Doch wurden die Früchte sogar noch weiter eingedickt, bis eine schnittfeste Masse entstand die ersten Vorläufer des Konfekts.
Auch das Schlachten des Viehs war an die Jahreszeiten gebunden. Schlachtmonate waren Oktober und November, um zum einen das Vieh nicht durch den Winter füttern zu müssen, zum anderen, um die Naturalabgaben leisten zu können.