Geschirr und Besteck
Zwei Utensilien der alltäglichen Mahlzeiten konnten sich nur schwer durchsetzen: Teller für jeden und die Gabel.
Wohl gab es Holzteller für die unteren Stände und silberne oder gar goldene Teller für die Fürsten, doch speiste man eigentlich aus einer gemeinsamen Schüssel als Unterlage statt eines Tellers diente altbackenes Brot. In diesem Zusammenhang müssen die viel erwähnten Saucen genannt werden die Saucen des Mittelalters sind mit den Saucen der heutigen Zeit nicht zu vergleichen, sie waren extrem dick bis schnittfest.
Die Gabel hatte wirklich zu leiden und gegen Vorurteile anzukämpfen. Wegen ihrer Form als Werkzeug des Teufels gesehen, von der Geistlichkeit als Hoffart angeprangert und wegen ihrer byzantinischen Herkunft ohnehin suspekt, findet sie nur als Fleischgabel den Weg an den Tisch.
Messer hingegen wurden meist selbst mit an die Tafel gebracht auch Frauen trugen ein eigenes Messer im Gürtel. Löffel, Salzfass und Trinkgefässe waren somit auf den Tischen zu finden oft reich verziert, vergoldet oder aus Silber und die Gläser aus Bergkristall. Auf den Tafeln der einfachen Leute waren Holz und Ton die Materialien, aus denen Geschirr und Besteck bestanden. An manchen bäuerlichen Tischen gab es gar nur einen Löffel für die gesamte Familie wer nicht warten konnte oder wollte, bis der Löffel die Runde gemacht hatte, funktionierte sein Brot zum Löffel um.