Süssspeisen
Mandelmilch und Marzipan
Mandeln dürfen in der herrschaftlichen Küche des Mittelalters nicht fehlen.
Besonders beliebt ist die Mandelmilch: aus gestossenen Mandeln, Wein und Wasser zubereitet, bildet sie die Grundlage für viele Speisen und Saucen und wird in der Fastenzeit als Milchersatz verwendet.
Marzipan aus Mandeln hergestellt wird im Mittelalter als Kostbarkeit verehrt. Eigentlich gilt Marzipan als griechisch-römische Erfindung. Der süsse Mandelteig kommt wahrscheinlich ursprünglich aus Samos. Die Römer opferten ihren Göttern kleine Mandelkuchen, und Forscher sehen im pane Martius, im Märzenbrot, den Ursprung des Marzipans.
Honig und Zucker
Gesüsst wurde im frühen Mittelalter ausschliesslich mit Honig bis hinein in das späte Mittelalter.
Seit dem 8. Jahrhundert ist der Rohrzucker in Süditalien zwar bekannt, aber erst mit den Kreuzzügen verbreitet sich in ganz Europa die Kenntnis um die Rohrzucker-gewinnung. Dennoch bleibt Zucker ein Luxusgut. Anfang des 15. Jahrhunderts haben 11 Pfund Zucker noch so viel Wert wie ein Pferd.
Erst 1747 entdeckt Andreas Sigismund Markgraff, dass aus der Runkelrübe Zucker gewonnen werden kann, aber erst nachdem im 19. Jahrhundert die industrielle Zuckergewinnung grosse Mengen an Zucker bereitstellen lässt, wird Zucker ein Allgemeingut.
Trotz den teuren Preisen, auch im Mittelalter liebten die Menschen die süssen Verlockungen und genossen gerne kleine, süsse Köstlichkeiten.
Sponsoring:
Victorinox und bio-familia
Textquelle:
Tell kocht!, iTS Buchverlag
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Mandelmilch und Marzipan
Mandeln dürfen in der herrschaftlichen Küche des Mittelalters nicht fehlen.
Besonders beliebt ist die Mandelmilch: aus gestossenen Mandeln, Wein und Wasser zubereitet, bildet sie die Grundlage für viele Speisen und Saucen und wird in der Fastenzeit als Milchersatz verwendet. -- Marzipan aus Mandeln hergestellt wird im Mittelalter als Kostbarkeit verehrt. Eigentlich gilt Marzipan als griechisch-römische Erfindung. Der süsse
Mandelteig kommt wahrscheinlich ursprünglich aus Samos. Die Römer opferten ihren Göttern kleine Mandelkuchen, und Forscher sehen im pane Martius, im Märzenbrot, den Ursprung des Marzipans.
Honig und Zucker
Gesüsst wurde im frühen Mittelalter ausschliesslich mit Honig bis hinein in das späte Mittelalter.
Seit dem 8. Jahrhundert ist der Rohrzucker in Süditalien zwar bekannt, aber erst mit den Kreuzzügen verbreitet sich in ganz Europa die Kenntnis um die Rohrzucker-gewinnung. Dennoch bleibt Zucker ein Luxusgut. Anfang des 15. Jahrhunderts haben 11 Pfund Zucker noch so viel Wert wie ein Pferd.
Erst 1747 entdeckt Andreas Sigismund Markgraff, dass aus der Runkelrübe Zucker gewonnen werden kann, aber erst nachdem im 19. Jahrhundert die industrielle Zuckergewinnung grosse Mengen an Zucker bereitstellen lässt, wird Zucker ein Allgemeingut.
Trotz den teuren Preisen, auch im Mittelalter liebten die Menschen die süssen Verlockungen und genossen gerne kleine, süsse Köstlichkeiten.
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